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„Trude träumt von Afrika“, eine Damen-Combo aus Hamburg, klemmte in Frankfurt-Höchst die Trommeln zwischen die Knie.
Sie „kommen alle von der Blockflöte“ und haben beim gemeinsamen Küchendienst für eine Geburtstagsfeier nach „zwei,drei,vier Likörchen“ den Klang von Kochtöpfen, Schüsseln und Hckbrettern für sich entdeckt.
„Trude träumt von Afrika“ ist eine komödiantische Trommel-Combo in zartgeblümter Marlene-Jaschke-Aufmachung mit Kapotthütchen, die im Neuen Theater ihr Rhein-Main-Debüt gab – und begeistert aufgenommen wurde.
Trude Agathe (Anke Hundius), Trude Cäcilie (Gunhild Wulf), Trude Erna (Eva Roßberg) und Trude Mathilde (Annette Kayser) sind im Laufe der Jahre vom Küchengerät zu Djembés, Basstrommeln, Snaredrums und Kalebassen gewechselt.
Die Damen von der Waterkant, die bei ihrer wechselnden Moderation übern spitzen Stein stolpern und von ihrer Heilsarmee-Vergangenheit erzählen, haben den Rhythmus in den Händen. Sie bearbeiten ihre Trommeln so massiv, dass zur Erholung der geröteten Handflächen schon mal ein mehrstimmiger afrikanischer A-Capella-Gesang eingeschoben werden muss.
Was sie bieten, ist nicht etwa das Ergebnis eines Trommel-Workshops an der Volkshochschule Pinneberg, sondern saubere Profi-Percussion.
Die Röcke und Trommeln zwischen die Knie geklemmt, unterlegen sie etwa „Tanze mit mir in den Morgen“ mit heißen Beats aus den Townships von Hamburg oder trommeln zu „Schwanensee“.
Bei all den Schlaginstrumenten müssen sie zwischen den Stücken „ersma büschen kramen“ und sich hin und wieder aus der Magnum-4711-Flasche erfrischen, bevor sie – wo andere auf Ölfässern trommeln – ihre auf Bügelbrettern abgestellten Keksdosen bearbeiten.
„Trude träumt von Afrika“ begeistert mit ausgefeilten Rhythmen, subtilen Arrangements und reichlich Eierlikörtorte im Blut. |